26.01.2005
Etwas mehr als zehn Jahre stehen zur Rettung vor der
Klimakatastrophe noch zur Verfügung. Zu diesem Urteil kommen die
Experten der International Climate Change Taskforce in einem nun
veröffentlichten Bericht. Demnach müssen alle Verantwortlichen dafür
Sorge tragen, dass die Temperaturen nicht mehr als um zwei Grad
Celsius über die im vorindustriellen Zeitalter ansteigen, berichtet
BBC-Online. Die Taskforce wurde vom Institute for Public Policy
Research, dem Centre for American Progress und dem Australian
Institute eingesetzt. Die Forscher und Politiker sind sich einig
darüber, dass eine stärkere Zunahme der Temperaturen zu extremen
Schäden auf der Erde führt. Betroffen von einem stärkeren Anstieg
der Temperaturen wäre etwa die Landwirtschaft. Höhere Temperaturen
würden auch zu irreversiblen Schäden an Korallenriffen und
tropischen Regenwäldern führen. Außerdem befürchten die Experten das
großflächige Abschmelzen von Inlandeis in Grönland und in der
westlichen Antarktis. Das führe zu einem massiven Anstieg des
Meeresspiegels. Ein weiteres Horrorszenario wäre das Versiegen des
Golfstromes. In dem Bericht der Taskforce wird das Maß von zwei
Grad Celsius mit der maximalen atmosphärischen CO2-Konzentration von
etwa 400ppm gleichgesetzt. Derzeit liegt die Konzentration bei
380ppm CO2. Dieser Wert steigt jedes Jahr um mehr als zwei ppm. Der
wissenschaftliche Experte der Kommission Rajendra Pachauri, der auch
Vorsitzender des Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC ist,
sieht insbesondere den CO2-Anstieg der vergangenen Jahre als
problematisch. Zu den von der Taskforce vorgeschlagenen Lösungen
gehören etwa die Erhöhung der erneuerbaren Energieanteile um 25
Prozent bis 2025 und die Erweiterung der G8 auf eine G8+
Klimagruppe.
Weitere Informationen:
Institute for Public Policy Research
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