Schlußfolgerungen aus den bisherigen Ergebnissen:


Im Folgenden sind die Ergebnisse und Schlussfolgerungen in zeitlicher Reihenfolge aufgeführt, die ich im Laufe der Entstehung und Erweiterung der Anlage gewonnen habe:

ohne EEG Anlagen in dieser Größenordnung also ohne staatliche Förderungen amortisieren sich erst in ca. 60 Jahren, sind also rein rechnerisch unrentabel.

Stromabnahme Im Sommer ist bei Akku-Anlagen möglichst für ausreichende Stromabnahme zu sorgen, da die Speicherung über Akkus unzureichend bzw. zu teuer ist.

Sonneneinstrahlung Bei ausreichender Sonneneinstrahlung stellen derartige Kleinanlagen eine gute Ergänzung für den Netzstrom dar und helfen damit natürliche Ressourcen zu schonen.

Windgenerator Soll ein Windgenerator gute Ergebnisse und einen Ausgleich des Solarstromdefizits im Herbst, Winter und Frühjahr bringen, muß der Standort dafür geeignet sein, (hoch gelegen und keine Hinternisse auf weite Sicht) was in meinem Fall nicht vollständig gegeben ist.

Zuwachsraten der Photovoltaik Da im Laufe des Jahres 1997 die Preise für Solarmodule in Deutschland z.T. erheblich (10-15 %) gestiegen waren und die Förderung gegen Null ging, war nicht mit großen Zuwachsraten der Photovoltaik zu rechnen.

Solarstrom-OffensiveSollte jedoch die japanische "Solarstrom-Offensive", welche durch neue Techniken und Großserienfertigung Solarmodule in Preislagen um die 100 DM/100 W anbieten will, auch positiven Einfluß auf unsere Solarmodul-Industrie haben, würde ich eventuell auch an eine Erweiterung dieser Anlage denken.

netzgekoppelte Anlage Das erste Betriebsjahr des netzgekoppelten Anlagenteiles hat mir gezeigt, daß diese Variante effektiver und kostengünstiger ist, als die teure und verlustreiche Zwischenspeicherung des "erzeugten" Stromes in einer "Akku-Anlage".

in Reihe geschalteten Solarmodule Bei in Reihe geschalteten Solarmodulen (String) ist unbedingt darauf zu achten, daß es möglichst zu keiner Zeit zu einer Abschattung kommt, da abgeschattete Teile schnell den gesamten String lahm legen. Die Abschattung führt nicht nur zu Ertragsminderung, sondern scheint auch einzelne Solarzellen zu zerstören, da die abgeschatteten Zellen zu Verbrauchern werden und sich erhitzen (Hot Spots). - Der Ertrag der 510 Wp - Anlage von 2004 geht ständig zurück. Die Messung der Oberflächentemperatur der Solarzellen bestätigen den Verdacht der Hot Spots, da eine Reihe Zellen wärmer werden als direkt benachbarte Zellen. Diese befinden sich auf den Modulen mit häufiger Abschattung.

SolarfirmenverzeichnisDas 1999 von der Bundesregierung eingeleitete 100000 Dächer-Programm für Photovoltaik-Anlagen sollte einen positiven Einfluß auf die Preise haben und die Attraktivität dieser Energieart erhöhen. Daß dies noch nicht so ist, zeigen mir die Preistabellen der Hersteller bzw. Vertriebsfirmen (siehe Solarfirmenverzeichnis).

Erneuerbare EnergiegesetzObwohl durch das "Erneuerbare Energiegesetz" die Photovoltaik seit 2000 einen weiteren Aufschwung erfahren hat, sind die Preise für den Endverbraucher erheblich gestiegen, was sicher manchen trotz der Vergütung von 51 Cent/kWh abschrecken wird.

AusfallsicherheitIch habe mich jedoch von der Preisentwicklung nicht abschrecken lassen (ich hatte verhältnismäßig günstige Lieferanten) und die Anlage auf 2340 Wp Leistung erweitert. Dabei habe ich durch die Dezentralisierung, d.h. Aufteilung in mehrere Einzelanlagen (1x675 Wp, 1x595 Wp, 1x 510 Wp, 3x110 Wp, 1x130 Wp 1x100 Wp) auch eine recht gute Ausfallsicherheit erreicht.

Absenkung der VergütungMit der Novellierung des "Erneuerbare Energiegesetz" von 2008 und der damit verbundenen stärkeren Absenkung der Vergütung von Solarstrom (ab 2009 um jeweils 8%) hat die Bundesregierung der Solarindustrie und hauptsächlich den Installationsbetrieben keinen guten Dienst erwiesen.

ErtragsausfallIm Oktober 2008 ging mein erster Sunny Boy 700 nach 8 Jahren Betriebsdauer und 3972 eingespeisten Kilowattstunden kaputt. Durch meine tägliche Ablesung der Erträge und der Kontrolle der Funktion der Sunny Boys war der Ertragsausfall nicht erheblich. Dank des super Services von SMA hatte ich einen Tag nach der Defektmeldung schon ein Austauschgerät. Das Ganze kostete mir dann 208 EUR. Wer mit seiner Anlage nach EEG Geld verdienen will, muß mit solchen Ausfällen rechnen, die seinen Ertrag erheblich mindern können.

self PV 195WpIm August 2014 ging ich mit 2 Stück self PV 195Wp, die ich an der Badanbauwand montierte ans Netz. Bedingt durch die senkrechte Montage sind schon mal 30 % Verlust von den zu erwartenden 350 kWh/a zu erwarten. Hinzu kommt noch die Abschattung in den Früh- und Abendstunden. Damit ist der Gesamtwirkungsgrad der Anlage wieder um ein paar Zehntel % gesunken. Hinzu kommt wahrscheinlich nun auch der Leistungsabfall der Altanlage. Inwieweit die Abschattung auf die Haltbarkeit der Module Einfluss hat, versuche ich zu klären.


Damit endet vorerst meine Photovoltaik-Odyssee! (Aus Platzgründen) Aber ich bin zuversichtlich hinsichtlich der Entwicklung auf diesem Gebiet.
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